Premium Webhosting - Vergleich

Nachfolgend meine Webhosting-Empfehlungen für hohe Qualitätsansprüche. Als Unternehmen oder bei dem Betrieb einer besucherstarken Website sollte man nicht zum möglichst billigsten Anbieter greifen, da man dort oft Abstriche bei der Qualität machen muss.

Stattdessen empfehle ich Unternehmenskunden lieber ein paar Euro mehr im Monat auszugeben, und dafür einen guten und zuverlässigen Anbieter zu erhalten. Wie im Artikel (Was kostet Webhosting? ) beschrieben, sollten sich die Kosten für einen guten Shared-Webhosting-Tarif auf 5 bis 10 Euro im Monat belaufen. Bei sehr hohen Ansprüchen, zum Beispiel beim Betrieb eines Online-Shops, kann es sich auch empfehlen auf einen eigenen Managed vServer umzusteigen.

Für professionelle Websites sind folgende Kriterien bei der Wahl des Webhosters ausschlaggebend:

  • Erreichbarkeit: Ist eure Website nicht zu erreichen, könnt ihr mit dieser nicht nur kein Geld verdienen, sondern schadet nachhaltig die Beziehung zu euren Besuchern. Würdet ihr gerne in einem Webshop einkaufen, der öfters mal nicht erreichbar ist?
  • Ladegeschwindigkeit: Eine schnelle Ladezeit steigert erheblich eure Seitenaufrufzahlen und das Surfen ist für eure Besucher angenehmer. Somit bleibt eure Website positiver in Erinnerung und Besucher kommen häufiger zurück / sind eher gewillt, bei euch Produkte und Services zu bestellen.

Nachfolgend meine Top-Empfehlungen für den Betrieb professioneller Websites.

Webgo CMS Pro & CMS-Premium Tarif (ab 4,95 Euro / Monat)

webgo_angebot_cms_pro
webgo_angebot_cms_power
Garantierte CPU- und RAM-Ressourcen
Datenbanken auf SSD-Festplatten
Nur 12 bzw. 16 Kunden je CPU-Kern
Unbegrenzt kostenlose SSL-Zertifikate
Hohe Erreichbarkeit: 99,99% in unserem Test (Platz 1)
Schnelle Ladezeit: durchschnittlich 0,09 Sekunden in unserem Test (Platz 1)

Fazit

Die Sondertarife CMS Pro und CMS Premium von webgo (Test von webgo) gibt es bereits ab 4,95 Euro bzw. 7,95 Euro pro Monat. Mit dem Gutschein WebhosterWissen könnt ihr 10 Euro bei der Bestellung sparen.

Webgo garantiert eine gewisse Anzahl an Ressourcen (CPU und RAM) in seinen Shared Webhosting-Tarifen. Dies stellt sicher, dass andere Kunden auf dem Server nicht negativ die Performance eurer Website beeinflussen und eure Website dadurch langsam oder gar nicht lädt. Dieses zeigt sich auch im Test, dass die Test-Website bei Webgo sehr gut zu erreichen ist und sehr schnell lädt.

Positiv bei Webgo ist auch, dass die teureren Tarife mehr garantierten Ressourcen beinhalten. Bei vielen anderen Anbietern bedeuten die teureren Tarife oft nur, dass ihr mehr Speicherplatz und mehr E-Mail-Adressen erhaltet, aber nicht, dass euch mehr Leistung zur Verfügung steht.

Das Server-Setup bei webgo ist stark auf Performance optimiert. Damit erzielt ihr sehr schnelle Ladezeiten. Die Datenbanken sind SSD-Festplatten gespeichert, um so die Zugriffszeiten stark zu reduzieren. Ebenfalls setzt webgo nginx zur Verteilung der Rechenlast ein. nginx ist bekannt für seine schnelle Ausführungszeit und bietet diverse Vorteile, um Websites besonders schnell ausliefern zu können. Ebenso hat Webgo PHP OPcache aktiviert, womit PHP Dateien kompiliert im Hauptspeicher hinterlegt werden. Dies reduziert deutlich die Ladezeiten. Insgesamt erzielt Webgo im Test eine sehr schnelle Ladezeit.

Diese Pakete kommen zwar nur mit einer Domain, aber dies ist kein Hindernis: Weitere Domains können ab 0,89 Euro / Monat dazugebucht werden. Ebenfalls können Domains die bei anderen Anbietern registriert wurden (externe Domains) kostenfrei aufgeschaltet werden. Ebenso beinhalten die beiden Sondertarife Pro und Premium unbegrenzt viele kostenlose SSL-Zertifikate von Let's Encrypt.

Bei Webgo ist leider das Tarifangebot etwas unübersichtlich. Manche Einstiegstarife beinhaltet keinen SSL-Schutz von Let's Encrypt. Von diesen würde ich eher abraten. Alle anderen Tarife bei Webgo die SSL-Schutz inklusive haben kann ich dagegen sehr empfehlen.

Im Pro-Tarif sind keine Cronjobs enthalten. Wer diese benötigt, dem empfehle ich den Power-Tarif zu buchen. Der Power-Tarif beinhaltet ausreichend Speicherplatz sowie viele CPU- und RAM-Ressourcen, um auch größere Webprojekte damit zu realisieren.

Die Tarife werden speziell für das Hosting von WordPress beworben, können aber auch für jede andere Webanwendung verwendet werden. Mit dem Gutscheincode WebhosterWissen könnt ihr bei der Bestellung bei webgo 10 Euro sparen.

Zum Pro-Tarif Zum Power-Tarif Webgo-Erfahrungsbericht

All-Inkl.com Premium-Tarif (9,95 Euro / Monat)

Gute und schneller Support, auch bei technisch schwierigeren Fragen.
Gute und umfassende Leistungen in den Tarifen.
Schnelle Ladezeit: durchschnittlich 0,17 Sekunden in unserem Test (Platz 5)
Viele Inklusivdomains & kostenlose SSL-Zertifikate
Erreichbarkeit: 99,93% (Platz 4)
Fazit

All-Inkl.com (Test von All-Inkl.com) kann überzeugen mit einem schnellen, kompetenten Service, der auch bei technisch schwierigen Fragen hilft. Ebenfalls sind die Leistungen in den Tarifen sehr überzeugend. Als Tarif sollte man mind. PrivatPlus buchen, da erst ab diesem Tarif SSL-Zertifikate kostenlos inklusive sind.

Ich persönlich habe viele Projekte bei All-Inkl.com gehostet. Die Erreichbarkeit bei meinen Tarifen war allerdings nicht immer gut. Der erste Server auf dem meine Websites waren, war irgendwann überladen und es kam zu häufigen Serverausfällen. Ein Umzug auf ein neuen Server wurde problemlos durchgeführt, und die Situation verbesserte sich für rund 3 - 4 Monate. Danach zeigte aber der Server erneut sehr hohe Lasten und häufige Ausfälle. Es kann sein dass ich pech hatte, und zwei überlastete Server erwischt habe. Seitens All-Inkl.com wird scheinbar die Überlastung der Server nicht überprüft und man muss selber aktiv werden. Dann ist der Umzug auf einen weniger ausgelasteten Server allerdings kein Problem. Auf dem neuesten Server ist die Erreichbarkeit meiner Websites zum Glück gut.

Zum Angebot von All-Inkl All-Inkl-Erfahrungsbericht

Checkdomain Premium-Tarif (9,90 Euro / Monat)

Kostenlose SSL-Zertifikate
Sehr gute Erreichbarkeit: 99,97% (Platz 2)
Sehr gute Ladezeiten: 0,13 Sekunden (Platz 3)
Maximale Anzahl an Domains stark begrenzt
Fazit

checkdomain (Test von checkdomain) erzielt gute Werte im Test bzgl. Erreichbarkeit und Ladezeit. Auch technisch bieten die Tarife bei Checkdomain alle Funktionen die man für den Betrieb einer professionellen Website sich wünscht.

Größter Nachteil bei Checkdomain ist die Limitierung der Domains je Tarif. Im Starter-Tarif ist nur 1 Domain möglich, im Pro-Tarif 5 Domains, im Premium-Tarif 10 Domains und Business-Tarif 30 Domains. Bei professionellen Websites registriert man oftmals eine größere Anzahl an Domains, z.B. mit verschiedenen Domainendungen. Hier kann man bei Checkdomain leider schnell an die Grenzen stoßen.

Wer nicht plant viele Domains zu registieren, der bekommt bei Checkdomain einen guten Webspace zu einem fairen Preis.

Zum Angebot von Checkdomain Checkdomain-Erfahrungsbericht

Netcup Webhosting 2000 – 8000 (ab 2,99 Euro / Monat)

SSL kostenlos
Preiswerte Domains
Günstigster Preis & Preis-Leistungs-Sieger
Limitierung externe Domains
PHP OPcache nicht optimal konfiguriert
Fazit

netcup (Zum Test von netcup) bietet das preiswerteste Webhosting in meinem Test an. Dennoch kann ich die Tarife und auch den Service bei Netcup empfehlen.

Den preiswertesten Tarif bei Netcup empfehle ich insbesondere Personen auf der Suche nach preiswertem Webhosting (siehe Preiswertes Webhosting). Die teuren Tarife kann ich aber auch für anspruchsvollere Webprojekte empfehlen. Denn ab Webhosting 2000 sind die Tarife mit einer RAM-Garantie versehen.

Einzige Wermutstropfen bei Netcup ist die Limitierung von Domains, die man bei anderen Anbietern registiert hat. In Webhosting 2000 ist diese Anzahl auf 10 Domains beschränkt. Dies ist aber keine zu große Einschränkung.

Ebenfalls ist PHP OPcache bei Netcup nicht ganz optimal konfiguriert. Per PHP OPcache werden eure PHP Script vorkompiliert und im Hauptspeicher hinterlegt. Dadurch werden deutlich schnellere Script-Laufzeiten erreicht und die Ladezeit einer Website kann sich deutlich reduzieren. Bei Netcup wird allerdings der für PHP OPcache zur Verfügung stehende Speicherplatz mit allen Kunden geteilt. Bei Webgo dagegen könnt ihr exklusiv den Speicherplatz von PHP OPcache für eure Website nutzen.

Mit den Gutscheinen von www.netcupgutscheine.de könnt ihr bei der Bestellung weitere 6 Euro sparen bzw. könnt 30% Rabatt auf die Tarife 2000 - 8000 erhalten.

Zum Angebot von Netcup Netcup-Erfahrungsbericht

1&1 Business (ab 8,00 Euro / Monat)

Datenbanken auf SSD-Festplatten
Zwei redundante Rechenzentren
Call-Center & Werbeanrufe / Werbemails.
Nur 1 SSL-Zertifikat für 1 Domain inklusive
Datenbanken auf 1 GB begrenzt, Postfächer auf 2 GB begrenzt

Fazit

1&1 IONOS (Test von 1&1 IONOS) betreibt mehrere moderne Rechenzentren und eure Website wird geo-redundant in zwei Rechenzentren abgespeichert. Bei Störungen kann so auf das andere Rechenzentrum umgeschaltet werden.

1&1 wirbt mit einer skalierbaren Performance, bei der ihr jederzeit mehr Performance hinzubuchen könnt, falls benötigt. Leider werden nur Werte bzgl. des RAMs angezeigt, ob mit höherem Performance Level auch die CPU-Zeit für eure Website erhöht wird kann ich leider nicht beurteilen.

Bei den 1&1 Tarifen ist leider nur 1 SSL-Wildcard-Zertifikat kostenlos inklusive, welches ihr für 1 Domain verwenden könnt. Ein per SSL verschlüsselte Verbindung ist heute Pflicht für jede Website, und sofern ihr mehr als eine Domain betreiben möchtet, müsst ihr bei 1&1 weitere monatliche Kosten für den SSL-Schutz einplanen. Schade, bei vielen anderen Anbietern gibt es mittlerweile kostenlosen SSL-Schutz für unbegrenzt viele Domains.

Bei 1&1 ist die Datenbank auf 1GB begrenzt. Für die meisten normalen Websites ist das überhaupt kein Problem, da wird oft nur wenige MB bis 100 MB Datenbankspeicherplatz benötigt. Für große Datenbankanwendungen, zum Beispiel umfassendere Online-Shops, kann das aber zu wenig sein.

Ebenso sind die E-Mail-Postfächer leider auf 2 GB begrenzt, was bei einer aktiven Nutzung der E-Mail-Adresse ein zu geringes Limit ist.

Zum Angebot von 1&1 1&1-Erfahrungsbericht

Mittwald Tarif-XL (ab 15,46 Euro / Monat)

SSL-Zertifikate unbegrenzt inklusive
Guter Service
Vergleichsweise teure Preise
Fazit

Mittwald (Test von Mittwald) ist ein guter Anbieter mit gutem Service. Im preiswerteste Tarif fehlt die Funktion "Performance Plus", womit PHP OPcache gemeint ist.

PHP OPcache kompiliert PHP-Dateien vor und speichert diese im Hauptspeicher. Hierdurch wird eine deutlich schnellere Ladezeit erzielt. Ab Tarif XL ist diese Funktion bei Mittwald enthalten. Daher ist meine Empfehlung, bei Mittwald mindestens den Tarif XL zu buchen.

Im Januar 2018 gab es bei Mittwald einen schlimmen Serverausfall, bei dem mehrere kritische Systeme im Rechenzentrum betroffen waren. Auch die Backupsysteme funktionierten leider nicht wie erhofft. Dieser Ausfall zieht die Erreichbarkeit von Mittwald im Test deutlich nach unten. Ohne den hoffentlich einmaligen Ausfall im Januar bewegt sich Mittwald zur Zeit im Mittelfeld bzgl. Erreichbarkeit.

Zu beachten ist bei Mittwald, dass die Preise ohne MwSt. angezeigt werden. Ebenfalls fällt eine Einrichtungsgebühr an.

Zum Angebot von Mittwald Mittwald-Erfahrungsbericht

Ein eigener Managed Server

Ab einer gewissen Größe der Website bzw. ab einem gewissen Umsatz den man mit der Website erzielt empfiehlt es sich einen eigenen Managed Server zu nutzen. Im Gegensatz zu den Shared Webhosting-Angeboten teilt ihr euch die Performance des Servers nicht, sondern sie steht ausschließlich euren Websites zur Verfügung. Dadurch kann oft eine deutlich schnellere Ladezeit und eine deutlich geringere Ausfallzeit erzielt werden. Und eine schnellere Website bringt am Ende mehr Seitenaufrufe und damit auch mehr Umsatz. Mehr Infos findet ihr im Artikel Managed Server.